MECHANISMUS DER SPRACHE



Kinetische Wandskulptur “Der Mechanismus der Sprache”. Beitrag für den Kunst am Bau-Wettbewerb der Justizvollzugsanstalt des Kantons Solothurn (“Im Schache”, Deitingen), 2013.

Wie über eine Justizvollzugsanstalt denken und sprechen? Die kinetische Wandskulptur spielt Möglichkeiten durch. Sobald elektrische Energie im System ist, setzt sich die kinetische Skulptur in Bewegung. Eine ihrer Kreisscheiben dreht sich und erzeugt aus den 34 Wörtern eine neue Satz-Kombination, um sie im senkrechten Ablesefeld zu präsentieren. Zum Beispiel:

„Ich dürfen mein Verhalten ändern.“ „Ich können dein Körper verletzen.“
„Wir wollen unser Gesetz bewahren.“ „Ihr sollen mein Gesetz lernen.“
„Sie können sein Seele heilen.“

Die Anzahl der möglichen Satz-Kombinationen beträgt 10’368.

Die kinetische Wandskulptur zeigt, was für Sätze und Gedanken in der Gesellschaft vorkommen können. Sie gibt ein komplettes logisches System wider und führt seine Möglichkeiten vor Augen, um zum Nachdenken anzuregen.

Die Auswahl und Ordnung der 34 Wörter ist das Resultat fundierter philosophischer Arbeit. Die Darstellungsform als kinetische Wandskulptur ist die künstlerisch-mediale Schöpfung dazu.

Das Werk ist ein sowohl inhaltlicher als auch formaler Beitrag zur Gesellschaft. Es nimmt Bezug auf den Ort „Im Schache“ und reflektiert seine Aufgabe sowie mögliche Reaktionen auf den Ort in der Öffentlichkeit.

Wettbewerbseinreichung als pdf:

Simon Reitze_Kinetische Wandskulptur_Der Mechanismus der Sprache_Wettbewerbsbeitrag_2013-11-21